Fachtagung 2012
Musik und Spiritualität
24. Überdiözesane Fachtagung Neues Geistliches Lied vom 24. bis 26. Februar in Mainz.
Presseinformation
„Für Kirchenlieder ohne Entfremdung“
Musiksoziologischer Blick auf die Musica Sacra fordert heraus
Düsseldorf 27.02.2012
Singen sei per se riskant, führte der Wissenschaftler aus. Er forderte, die Men-schen das singen zu lassen, was ihnen gut tut. „Das permanente Singen von Liedern, die zwingen zu imitieren, was ich nicht bin, macht krank!“, warnte Blank.
Den Autoren und Chorleitern des Genres NGL bescheinigte er angesichts man-cher Anfeindungen eine Demut, die Außenstehende verblüffen könne.
Pfarrer Kurt Weigel (Wangerooge) ermutigte die Texter und Komponisten nach-drücklich, sich der Gegenwart zu stellen: „Bringt zur Sprache, was euch berührt. In der Hoffnung, dass es auch andere berührt.“
Weigel, ehemaliger Spiritual des Priesterseminars Limburg, betonte das fruchtba-re Potenzial des Neuen Geistlichen Liedes und ermutigte: „Unsere Lieder reichen vielleicht hinein in das ganz Andere.“ Er riet mit biblischen Worten, nicht nachzu-lassen im kreativen Liederschaffen: „Die Freude am Herrn ist eure Stärke!“ (Neh 8,10).
Anlässlich ihrer Jahrestagung haben 50 Texter, Komponisten und Leiter diözesa-ner Arbeitskreise aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden in Mainz über die Situation neuer Kirchenmusik, besonders des NGL, diskutiert. Mit Vorträgen und Diskussionen wurde über die spirituelle Kraft des Singens nachgedacht.
Erstmalig aktuelles Chorheft NGL für die Diözesen in Vorbereitung
Wie bei dem Jahrestreffen der wichtigsten Künstler der Szene rund um das Neue Geistliche Lied üblich, kam die musikalisch-praktische Seite nicht zu kurz: Über 35 neue Lieder für Gottesdienst und Gemeinde wurden während der Tagung vorgestellt und in engagiertem kollegialem Feedback diskutiert.
Das Material erwies sich dabei als so gut, dass es dieses Jahr erstmals in einer Auswahl aus der Tagung ein überdiözesanes Chorheft aus den aktuellsten en Neuschöpfungen von u.a. Kathi-Stimmer Salzeder und Pater Norbert Becker ge-ben wird (ET: September 2012).
Dr. Peter Hahnen, Fachreferent für kulturelle Jugendbildung bei der „Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz“, begrüßte das Projekt eines überdiözesanes Chorheftes: „Die Jugendchöre sind ein blühender Zweig der kirchlichen Ju-gendarbeit. Über 40.000 Jugendliche erleben hier sinnlich, dass Glaube Power hat. Gute Lieder reichen tiefer als viele Worte.“
Rechnet man die Erwachsenenchöre dazu, von denen – so Hahnen - viele eben-falls nach neuen Liedern fragen, sei man schnell bei über 300.000 Menschen, die sich mit ihren Stimmen in der Kirche einbringen.
Für den Februar des kommenden Jahres hat man sich wieder verabredet. Dann wird es in Magdeburg um das theologische Programm des Neuen Geistlichen Liedes gehen.
Kontakt & Infos:
Dr. Peter Hahnen, Referat Ministrantenpastoral & musisch-kulturelle Bildung (Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der DBK)
Telefon: 02 11 – 48 47 66 20 (Büro) / 0176 103 17 630 (mobil)
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
PDF Download



