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Fachtagung 2011

"Geliebt, gehasst und (wohl)gelitten?"
Zur fraglichen Entwicklung des NGL in Richtung Mainstream-Pop

23. Überdiözesane Fachtagung Neues Geistliches Lied fand vom 11. bis 13. März in Freising statt.

Gastreferent: Dieter Falk

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Aufnahmen: Barbara Großmann, Bamberg.



Presseinformation 

"Die Handbremse lösen."
Kirchenmusik diskutiert ihr popmusikalisches Potenzial.

Düsseldorf  14.03.2011

50 Texter, Komponisten und Diözesanvertreter haben am Wochenende über die Zukunft der Popmusik und des Neuen Geistlichen Liedes (NGL) in der Kirche diskutiert. Was Unkenrufer bisweilen für ein „grauhaarig“ gewordenes Genre halten, wurde durch Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger (kommissarischer Vorsitzender der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz) in seinem Grußwort zu Beginn des Treffens ausdrücklich gewürdigt: „Die Lieder bringen Schwung in den Gottesdienst, aber sie können auch besinnlich sein.“

Die Szene erwies sich in den folgenden 3 Tagen als streitlustig und mit durchaus innovativem Potenzial, vor allem aber als wichtiger Ausdruck tiefen Glaubens. Zusammen mit dem bekannten Musikproduzenten und Komponisten Dieter Falk (PUR, Monrose, „Popstars“ Pro7) wurden die neusten Songs der Kreativen unter die Lupe genommen. Falk bescheinigte dem Genre beachtliche Qualität, riet aber auch zur Optimierung im musikalischen Ausdruck und in der Performance. Was es hier zu verbessern gibt, etwa im Bereich der Harmonisierung und Melodieführung (hier riet der Profi zur Entschlackung), hielt Falk aber für leistbar.
Schwerer wog seine Diagnose in Bezug auf die Befindlichkeiten der Künstler in einer hierarchisierten und betulichen kirchlichen Praxis: „Ihr habt keine Angst vor Popmusik, ihr habt Angst vor einigen Leuten.“, hielt er den Teilnehmern den Spiegel vor. Nachdrücklich lud er ein, sich von derlei Hemmungen zu lösen und vielmehr dem inneren Kompass zu vertrauen.

„Junge Menschen sind umgeben von Popmusik und diese Musik wollen sie auch in der Kirche wiederfinden“, so Falk weiter, der sich privat als Hörer von klassischer Musik bekannte. („Die Matthäuspassion ist für mich das größte.“)

Zu dem Treffen eingeladen hatte die „Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz“ (afj). Deren theologischer Fachreferent, Dr. Peter Hahnen definierte die Grenze zu herkömmlicher kommerzieller Pop-/Rockmusik:
„Das NGL ist keine normale Popmusik, die in die Charts strebt, und sie ist auch kein Schmiermittel, um Menschen listig in die Kirchen zu locken. Christliche Popmusik ist vielmehr genährt vom Wunsch die Botschaft Jesu kommunizieren und hat die Gottesdienst feiernde Gemeinde im Blick.“

„Wir dürfen sein, was wir sind!“
rief Dieter Falk in die Runde und ergänzte „Macht mal die Handbremse los!“

Für den Februar des kommenden Jahres hat man sich wieder verabredet. Dann wird es um die spirituellen Wurzeln und Wirkungen der Popmusik in der Kirche gehen.



Kontakt & Infos:
Dr. Peter Hahnen, Referat Ministrantenpastoral & musisch-kulturelle Bildung (Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der DBK)

Telefon: 02 11 – 48 47 66 20 (Büro) / 0176 103 17 630 (mobil)
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